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Giethoorn (1. – 4. September)

Es war schön in Giethoorn, wenn auch sehr touristisch. Das Dorf, durchzogen von unzähligen Kanälen und geprägt von reetgedeckten Häusern, wirkte fast wie ein Freilichtmuseum – wunderschön, aber zugleich sehr konservativ. Ich vermute, dass es im Ortskern nicht ganz einfach ist, baulich etwas zu verändern: eine Solaranlage auf dem Dach undenkbar, ein Kompost im Garten schwierig.

Museale Häuser überall

Natürlich unternahmen wir in Giethoorn die obligatorische Bootstour, mit einem leisen Elektroboot, mit dem wir zunächst das „Ballenberg der Niederlande“ durchquerten und anschliessend auf den nahegelegenen See hinausfuhren. Das Bootfahren hat mir unglaublich gefallen, besonders im engen und lebhaften Dorfkern. Es war anspruchsvoll, forderte mich heraus, ohne mich zu überfordern – ich war im Flow. Ständig musste ich nachkorrigieren, und genau dadurch war meine volle Aufmerksamkeit beim Steuern.

Am zweiten Tag reisten Mara und ich nach Zwolle, einer Kleinstadt, welche von Giethoorn in einer Stunde zu erreichen ist. Richtig kennengelernt habe ich die Stadt nicht – wir sahen eine Brasserie mit Spielecke, einen Spielplatz am IJssel, der Fluss, welche die Innenstadt umkreist, eine kleine Schokoladenmanufaktur und den Bahnhof. Und doch: die Stadt war mir sofort sympathisch. Ich glaube, ich habe ein Faible für mittelgrosse Städte, die alles bieten, aber noch nicht so teuer sind, dass kleine Läden verschwinden. Auch Biel gefällt mir deshalb. Zwolle ist mit rund 100’000 Einwohner:innen nicht wirklich klein, aber im Vergleich zu Amsterdam, das fast eine Million zählt, eben doch überschaubar. Biel kommt auf knapp 60’000, Zürich auf 450’000. Zudem scheint Zwolle sozial-liberal geprägt zu sein: nicht versnobt, bürgernah – und das sagt mir zu. Eine kurze Google-Recherche hat bestätigt, dass ich damit nicht ganz danebenlag. Und auch Biel ist politisch eher links verortet.

Zwolle, sieht fast so aus wie Stern

Spannend finde ich, was es eigentlich braucht, um sich auf Reisen wohlzufühlen. Bisher hatten wir sehr unterschiedliche Unterkünfte – meist Ferienwohnungen, doch auch die können stark variieren. Entscheidend sind für mich drei Dinge: Lage, Grösse und Nachbarschaft.

Eine gute Lage ist praktisch – aber was heisst das genau? Für mich ist es ein grosser Pluspunkt, wenn die ÖV-Anbindung stimmt und ich morgens rasch an einem schönen Ort (zum Beispiel in einem Naturschutzgebiet) joggen gehen kann. Seit meinem Aufenthalt in Neapel weiss ich, dass das keineswegs selbstverständlich ist. Eine direkte See- oder Kanalsicht brauche ich nicht, auch wenn dies natürlich idyllisch ist. Viel wichtiger ist Platz – vor allem seit wir zu dritt unterwegs sind. Wenn alles in einem einzigen Raum gequetscht ist und man nicht weiss, wohin mit seinen sieben Sachen, empfinde ich das als mühsam und anstrengend. Platz ist Luxus, Platz ist praktisch – und er vermindert Reibungsflächen.

wunderschöne Aussicht, aber ein bisschen klein, für drei Tage ganz okay

Und dann die Nachbarschaft: Ich weiss aus Erfahrung, dass mich reklamierende Nachbarn stark verunsichern können. So geschehen gleich in der ersten Nacht in Bloemendaal: eine wunderschöne, grosse Wohnung in toller Lage – und doch wurden wir um halb elf von den Nachbarinnen unter uns zur Ruhe ermahnt. Dabei waren wir lediglich spät heimgekommen und hatten uns in der Wohnung bewegt. Danach lag ich lange wach und konnte kaum einschlafen.

Also meine persönliche Rangliste:

  1. Tolerante Nachbarn oder gut isolierte Wohneinheiten
  2. Genügend Platz
  3. Gute Lage

Ein Tinyhouse oder eine hellhörige Altbauwohnung kommen eher nicht in Frage.

Bloemendaal (21. – 28. August)

Bloemendaal ist eine Gemeinde nahe der wunderschönen Stadt Haarlem, der kleinen Schwester von Amsterdam (eine Stadt, die alles hat, so der Slogan). Bloemendaal ist sehr hübsch aus, auch ein bisschen luxuriös und die Immobilien, welche ich im Schaufenster eines entsprechenden Anbieters gesehen habe, kosten mehr als in Grenchen.

Bloemendaal grenzt auch an den wirklich bezaubernden Nationalpark Zuid-Kennemerland, ein Gebiet aus Dünen, Wälder und kleinen Erhebungen, welche dort als Berge bezeichnet werden (also 30 Meter hoch) und natürlich grenzt der Park an das wunderschöne Meer. Im Park leben auch Tiere, vor allem Vögel, aber auch grosse schottische Hochlandrinder, welche ich auf meiner ersten Joggingtour irrtümlicherweise als Wisente fehlinterpretiert habe. Die gibt es nämlich auch, aber schön eingezäunt wie bei uns, so dass man nicht irrtümlicherweise mit 5 Meter Abstand an ihnen vorbei joggen kann.

fast ein Wisent 😀

Was es auch noch gibt, sind Spielgelegenheiten für Kinder. Im Park selbst gibt es extra ausgeschilderte Bereiche, in welchen das Spielen explizit erlaubt ist. Vielleicht sogar gewünscht. Das ist schon geil. 

einfach genial

Auch in der nahen Stadt Haarlem gibt es Möglichkeiten zum Spielen und Verweilen mit Kindern – besonders erwähnenswert: der Naturspielgarten des Haarlemmer Kweektuin (Baumschule Haarlem) mit Zwergenpfad und „Grow Café“. Die Anlage ist gross, sehr gross sogar – mit dem genannten Café im Gewächshaus, das auch Pop-up-Stores und Kinderbücher beherbergt (ganz wichtig und praktisch) . Die Niederländer verstehen es wirklich, Treibhäuser kreativ und kunstvoll zu nutzen. Ein anderes Beispiel war das Restaurant DeDAKKAS, einem stilvoll eingerichteten Lokal direkt oben auf einem Parkhaus, in einem echten Treibhaus (!). Auch da war alles sehr stilvoll gestaltet .


Nach unserem Aufenthalt in Bloemendaal reisten wir für eine Hochzeit nach Hamburg – und durften dort unsere Erfahrungen mit der Deutschen Bahn machen. Alles war schon ein Stück komplizierter als in den Niederlanden, wo man einfach mit der Kreditkarte ein- und auscheckt und fertig. Trotzdem gab es zwei wirklich geniale Erlebnisse, die ich gerne teilen möchte:

Hinhalten fertig, es braucht nicht immer eine App!

1. Triage im Reisezentrum: Wir hatten eine Bahncard 25 gekauft, deren Aktivierung irgendwie nicht funktionierte, also mussten wir an den Schalter. Dort wurde unser Anliegen zunächst an einem „Triageschalter“ aufgenommen, wir bekamen eine Nummer und wurden dann an einen weiteren, etwas abseits gelegenen Schalter verwiesen. Dort nahm man sich intensiv Zeit für uns – wirklich eine sehr gute Lösung.

2. Kinderbetreuung im ICE: In einigen ICE-Zügen gibt es am Wochenende eine Kinderbetreuung, die man während der Fahrt nutzen kann. Wie genial ist das denn? Unser Zug war voll, aber in den zwei für die Betreuung reservierten Viererabteilen fand ich problemlos Platz – und wurde dabei quasi gleich ein bisschen mitbetreut.

Den Haag (16. – 21. August)

Den Haag war für mich eine positive Überraschung. Obwohl die Stadt als Sitz des Internationalen Gerichtshofs und des Kriegsverbrechertribunals bekannt ist, zeigte sie sich mir von einer unerwarteten Seite. Und dank Mara sah und entdeckte ich Orte und Aktivitäten, die ich sonst vielleicht übersehen hätte.

Beginnen wir mit dem fast schon etwas Offensichtlichen, dem Strand. Ja, Den Haag liegt am Meer und deshalb auch am Strand und diese Lage am Meer ist ziemlich präsent. Präsenter als ich gedacht habe. Man sieht Surfer durch die Strassen ziehen, “stad aan Zee” ist der touristische Slogan von Den Haag. Unsere Unterkunft lag in Strandnähe, etwa einen Kilometer davon entfernt, und die Strasse dorthin, die sogenannte Kaiserstrasse, geschmückt mit schwebenden Kronen, war wie ein Vorbote dieses “Paradies am Meer” (ein etwas gar schwulstiger Vorschlag von Gemini :-))

Königlich, bzw.. kaiserlich nicht nur die Strasse, sondern auch das Honorar des Königs, etwas mehr als 1 Million Euro jährlich.

Aber der Strand war in der Tat ziemlich cool, nämlich elf Kilometer lang, mit zahllosen Kaffees, Bars, Gumpiburgen und Rösslispiel bestückt, gesäumt vom Legoland, einem Einkaufscenter sowie einem etwas verwahrlosten Steg (genannt de Pier). Verwahrlost ist vielleicht etwas stark ausgedrückt, aber in die Jahre gekommen ist er definitiv, vielleicht auch etwas aus der Zeit gefallen und ganz objektiv an einigen Stellen etwas zugemüllt. Dafür gibt es ein wirklich schönes Riesenrad, das noch frisch wirkt (sollte es auch, es wurde schliesslich erst 2016 eröffnet) und einen fantastischen Ausblick ermöglicht.  De Pier, ein 1961 eröffneter Konsumtempel, ein Shabby-Chic-Bauwerk, dessen beste Tage gezählt sind.

einfach schön …

Das Highlight von Den Haag – Achtung Überraschung – war das Kinderbuchmuseum. Also auf jeden Fall für unsere Tochter. Sie fand das Museum so toll, dass wir zwei Tage hintereinander dorthin gegangen sind. Und dies bei recht schönem Wetter, notabene. Das Museum bestand aus drei Stockwerken, jenes ganz oben für Kinder von null bis sechs, das mittlere Stockwerk war der Jugendliteratur gewidmet also für Teens und young adults (das ist schon der passende Begriff, fragt ein noch knapp der Generation Y Angehöriger) und der unterste Stock richtete sich an Schulkinder, also 7 bis 12 jährige Jungs und Mädchen . Zuoberst gibt es wenig zu lesen, dafür mehr zu entdecken in verschiendene von Kinderbüchern inspirierten (Spiel)-welten.  Es gibt zum Beispiel den Frosch mit dem sehr niederländischen Namen Kikker. Dieser Frosch und seine Abenteuer waren Ideengeber für eine ganze Spielwelt mit Schiff, Haus, Küche, Erdhügel und einem Malspiel auf grossem Bildschirm. Dort konnte man etwa eine Bank anstreichen – eine Arbeit, die von der fleissigen Ratte angefertigt wurde, die vom Schwein und Hasen jedoch als faul und schmutzig bezeichnet wurde. Nur der Frosch selbst blieb diesem Vorurteil gegenüber skeptisch. Sie können also in die Ideenwelt dieser Kinderbücher recht praktisch eintauchen. Und natürlich hat es dort auch noch eine kuschelige Leseecke mit ganz vielen Büchern dieses Autors, zum Glück auch einige auf Englisch, denn mein Niederländisch ist noch nicht so gut. (Auch wenn man recht schnell, ziemlich viel versteht.)

auch Kinderbuchillustrationen werden grosszügig ausgestellt, hier ein Beispiel von Marije Tolman

Und natürlich hat Den Haag eine der schönsten Alleen in ganz Niederlanden. Breit, mit schönen und hohen Bäumen und einer unglaublichen Lichtstimmung am Nachmittag. Und dann gibt es auch noch ein denkwürdiges Memorial, welches an die nicht so rühmliche Sklavenvergangenheit der Niederländer erinnert. Hier, aber auch bei vielen anderen Denkmälern und Skulpturen haben wir Maras Affinität und Freude daran entdeckt. Natürlich begreift sie diese Gegenstände primär als Spielobjekt und trotzdem ist es offensichtlich, dass ihr diese meist figurativen Bauten Freude bereiten. 

Den Titel finde ich etwas beschönigend, aber insgesamt wird die unrühmliche Vergangenheit nicht schöngeredet.

Und zum Schluss noch eine Gemeinsamkeit von Den Haag und Grenchen – oder genauer gesagt Altreu, was ja fast schon Grenchen ist: der Storch. In Den Haag ist er so etwas wie ein Wappentier und taucht überall auf, allerdings nicht lebendig, sondern als Malerei an Hauswänden oder als kleine Figur auf den Dächern. Früher, so heisst es, wurde der Storch eingesetzt, um den Fang vor hungrigen Möwen zu schützen. Als Dank durften die Möwen den überschüssigen Fisch verzehren. Störche also als tierische Verteidiger. Ob das wirklich so war oder eher eine Legende ist, konnte ich nicht verifizieren. Sicher belegt ist aber, dass Störche Fischabfälle gefressen haben und damit halfen, den Fischmarkt sauber zu halten – auch eine wertvolle Aufgabe.

Texel (9. – 16. August)

Texel eine bekannte Insel der Niederlande und liegt in Nordholland. Bevor es losgeht, noch ein paar Worte zur Begriffsklärung zu Holland und Niederlanden. Mich hat das Ganze immer irritiert, aber es ist eigentlich ganz einfach: Nord- und Südholland sind die einzigen beiden Provizen, welche Holland im Namen tragen, die restlichen zehn Provizen (insgesamt gibt es zwölf) heissen anders und alle zusammen bilden die Niederlande. Soweit, so einfach.

Die zwölf Provinzen der Niederlanden

Und nun zu Texel, dem nördlichen Gebiet der Proviz Nordholland, auf welcher wir für eine Woche zu Gast waren. Was haben wir gemacht, was hat uns beeindruckt und überrascht.
Texel ist eine wunderschöne Urlaubsinsel, auf welcher wir wie auch zahlreiche Touristen aus den Niederlanden, Deutschland und auch Italien zur gleichen Zeit Urlaub gemacht haben. Natürlich waren auch noch andere Nationen vertreten, aber prominent waren diese nicht aufgefallen. Texel ist nicht so gross, aber dennoch gross genug, dass es einem eine Woche lang nicht langweilig wird. Auf jeden Fall, wenn das Wetter mitspielt wie dies bei uns der Fall war. Traumhaft war es, fast ein bisschen warm, aber eine Hitzwelle mit maximal 27 Grad ist gut erträglich. Hier ein kleiner Einschub, was uns überrascht hat. Nämlich, dass es auf der Insel zwar zahlreiche Spielplätze gab, aber keine schattigen Bänke oder auch nur Orte, bei denen man von der Sonne geschützt warten oder natürlich spielen konnte.

kein Schatten, dafür eine xxl-Grillstation

Was es aber gab und zwar zahlreich waren Fahräder, Fahrradstellplätze, Fahrradwege und Menschen, welche sich auf Fahrrädern fortbewegten. Und zwar deutlich mehr als Autos und ich würde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass es mehr Fahrräder als Schaffe auf der Insel gab.

Fahrradparkplatz beim Strand

Auch wir fuhren Rad und zwar ausgiebig, fast jeden Tag und lange Strecken. Die Landschaft war bezauberend, die Radwege auch und es machte einfach mächtig Spass, durch die Dünen zu sausen oder auf einem Damm entlang zu radeln und dabei Schaffe auf der einen und das Meer auf der anderen im Blick zu haben. Bezauberend! Auch hier noch ein kleiner überraschender Einwand: Niederländer und auch die deutschen Touristen:innen, welche mutmasslich auch geradelt sind, tragen keine Helme oder fast keine. Nur manchmal erblickt man ein Kind mit Helm. Aber nur manchmal. Gemäss einer Blitzrecherche ist das Helmtragen kulturell nicht verankert (was für ein Argument) und die Rad-Infrastruktur ist so gut, dass ein Helmtragen als überflüssig angesehen wird. Und die Unfallstatistik bestätigt es, es gibt nicht mehr schwere fahrradbedingte Kopfverletzungen als in anderen Ländern. Wenn man ein bisschen herauszoomt, kann man folgendes ableiten: Niederländer:innen nehmen den Staat für ihre Sicherheit in die Verantwortung, wir Schweizer:innen das Individdum. Das ist zugebenen etwas verkürzt argmumentiert, aber es trifft schon auch einen wahren Kern, wenn wir an Diskussionen um neue Velowege oder Tempo-30-Bereiche nachdenken. Zurück zu unseren Aktivitäten: wir radelten viel und ausgiebig, erkundeten dabei das Wahrzeichen von Texel, den Leuchtturm, natürlich den Strand, ein Erlebnisbauernhof, bei dem Lämmer geknufeltet werden konnten (knufelen heisst kuscheln, mega schönes Wort, man versteht sofort, was damit gemeint ist), ein Museum mit Roben, Seehunden, Fischen und Muscheln (einfach, alles, was das Wattenmehr hergibt ) und einen Flugplatz, bei dem wir einen Erlebnisflug gebucht hatten.

Leuchtturm von Texel

In 45 Minuten flogen wir die gesamte Insel ab, inklusive der Nachbarsinsel Vlieland, auf welcher die Nato mit Panzern trainiert (es hat dort aber auch Radwege und Campingplätze, also touristische und militärische Nutzung). Es war der erste Flug von Mara und sie hat es gut gemeistert, ja sogar genossen.

Start auf der Graspiste

Auch ja, bevor ich es vergesse, wir fuhren auch noch zu einem Bootssteg, bei dem wir einen Robenauskunftsfahrt unternahmen. Wir fuhren also mit dem Schiff nahe an eine Sandbank, auf der Roben lebten , sich sonnten, über die Sandbank krochen, bzw. robbten und ins Wasser abtauchten.

nicht nur Roben gab es, sondern auch kitesurfende Menschen

Insgesamt hat uns die Insel mega gut gefallen und wir kommen wieder keine Frage.

Warum immer eis meh?

Willkommen auf dem Reiseblog von Maggi, Jonas und jetzt natürlich auch Mara. Bevor es losgeht, einen kurzen Hinweis zum Namen. Vor 10 Jahren, als der Blog noch “murruburrusurru” geheissen hat, ist lange her und leider verstarb unsere Katze, der fellige Namensgeber dieses Blogs, vor knapp einem Jahr an akutem Nierenversagen. Deshalb passt der Name nicht mehr wirklich zu uns, er ist zu traurig für einen positiven Reiseblog.

Unsere Katze Murri (burrisurri etc.) mit Wildschwein. (Mein Profilbild auf Whatsapp hat etwas damit zu tun.)

Deshalb die Namensänderung zu “immer eis meh”. Dieser Blog wurde im August 2015 ins Leben gerufen, anlässlich unserer grossen Reise nach Australien und Neuseeland. Und nun im Jahre 2025 geht es wieder auf eine längere Reise, diesmal ein bisschen weniger weit weg in die Niederlande. Und irgendwie fand ich es schön und passend, diesen alten Blog wieder zu aktivieren und mit neuen Beiträgen von unserer Reise zu bereichern. Viel Spass dabei.

Warum immer eis meh?

„Immer eis meh” gehört zu uns, ist das Liebesmotto, welches wir uns an der Liebesfeier im Jahre 2020 gegeben haben, “immer eis meh” ist in unsere Ringe eingraviert und “immer eis meh” ist ein Wort, ja, es ist sozusagen als ein Wort gedacht, das sehr oft von uns gegenseitig gesagt wird.

Seit unsere Tochter Mara auf der Welt ist, sind wir “immer eis meh”. Ein Mensch mehr, der unser Leben bereichert, auflockert, um neue Facetten ergänzt, uns beglückt, aber durchaus auch herausfordert und das Programm bestimmt. Und dies gilt ganz besonders auf Reisen.

Unsere Tochter Mara ist zu Beginn der Reise 1000 Tage alt geworden.

Weeks 11/12

Yeah, here are the last blogpost about our long journey. We are looking forward to our flight home with the incredible airplane A380. I like the gold standard service from Singapur Airlines, especially the warm cloth before the takeoff.

One day during the recent weeks, we discussed which things we missed about our life in Switzerland and which points we’re going to miss in Zuchwil about our long journey.

Jonas Maggi
I missed
  • the best cat ever (Murri)
  • friends and family including the cute kids Janosch and Mio
  • High-speed internet
  • my work including my team
  • my own office
  • the procap team
  • proper washing machines for clothes and dishes

 

  • family and friends – and the two superboys 😉
  • the best two cats ever (Murri und Häxli 😉 )
  • My work at the Sonnehuus and the Steiner School
  • a bed AND a table AND a bathroom AND two offices AND a kitchen AND a balcony AND a living room
  • “my” bathtub
  • reliable internet connection
  • Maggitime
We are going to miss
  • the incredible staff in the supermarket (so patient and friendly – it’s a pleasure to do the shoppings here. And yes, I prefer the personal experience instead the use the self-checkout.)
  • the endless JOGI-time (time for ourselves)
  • the camping life (in general)
  • the guided tours
  • the stunning scenery and the great variation of landscapes here in New Zealand
  • the plentiful breakfasts and dinners in a restaurant
  • the hiking tours with Maggi
  • the amount of time we could spend together
  • super tasty coffee 😉 😉 😉
  •  the awesome and epic friendliness of the people here in NZ and OZ
  • Variety of landscapes
  • Driving a big car 😉
  • Great beers and wines
  • Summer

Route

Day 77: Te Anau – Milford Sound

Day 78: Milford Sound – Invercargill

Day 79: Invercargill – Kaka Point

Day 80: Kaka Point – Dunedin

Day 81: Stay in Dunedin

Day 82: Dunedin – Moeraki

Day 83: Moeraki -Twizel

Day 84: Twizel – Mount Cook

Day 85: Mount Cook – Tekapo

Day 86: Stay in Tekapo

Day 87: Stay in Tekapo

Day 88: Tekapo – Christchurch

Day 89: Stay in Christchurch (visit Christchurch)

Day 90: Stay in Christchurch

Day 91: Day in Christchurch (packing day)

Day 92: flight back to Switzerland

special recommendations

Week 11:12

Milford Sound

Milford Sound is part of the world nature heritage (UNESCO) and by sure one of the main attraction in New Zealand. Although the area is very crowded, the combination of numerous waterfalls, high and steep mountains and the unique light when the sun shines through the cloudy sky is spectacular.

What was awesome of our trip was the campsite. The campground was located in a light rainforest and included proper facilities and an amazing bistro. The guy from the office offered us a short guided tour in the evening. This tour was – as always – another invaluable experience. We made a typical boat trip through the fjords together with other tourists. There are about four or five boat operators in Milford Sounds and doing this kind of trip is almost a “must” for a typical visitor. We booked a middle vessel what it means, that we were less than one hundred people on board. Yes, there are bigger boats with a much more capacity.

However, we enjoyed the stunning waterfalls, the cute seals and the delightful excursion to the small but not less impressive swimming exhibition platform. This building contains an upper deck with some explanations about the platform itself and a lower deck made out of glass. There, you have a beautiful out view of the marine life in the fjord environment.

Milford Sound is one of the regions with the most amount of rainfall in the world. Because of this, the sea has two water layers, one pure water layer on the top and one salt water layer underneath. For this reason, there isn’t much light at the top of the salt layer. Therefore, many creatures who generally lives in the deep ocean, here can be observed (from the lower deck) in 20 meters deep water.

Penguin Safari at the Otago Peninsula

The penguin is right up on the top of the identify animals in New Zealand (besides the kiwi and the sheep, of course). Some of them are endangered (like the yellow-eyed penguin) but not all of them. Anyhow, the impact of civilization like human infrastructure and life activities along the shore is often badly for this birds.

The endangered yellow-eyed penguin is afraid of people and dogs. The penguins are not able to leave the sea until the beach is free of any potential danger (human and dogs). Sometimes, the young chicks are waiting too long for food and died of starvation. Another problem is the presence of the cats. They go around and eat some of the penguin eggs.

We did a private tour and learned a lot about the unique fauna in New Zealand and why all the plants and animals are so slowly and not made for the coexistence with mammals.

Milky way photography in the early morning

New Zealand (as well as Australia) is very suitable to take milky way pictures because there is very low light pollution. I also decided to take this chance and try to get some awesome pictures from the beautiful night sky.

For taking some magnificent photographs you have to consider some basic rules as to avoid the moon (expect empty moon), choose the summer time and set the right camera settings (ISO 3200, aperture 2.8, shutter 30 sec). And of course, you need a clear and cloudless night.

Unfortunately, the moon was almost full, and the moonrise was very late (4.15 am), I had to get up at 4:30 in the morning. The whole campground was like the lake in front of me – totally silent. I walked the short way down the beach and took some pictures from the beautiful sky panorama. The first day, Maggi was to tired to accompany me, but we did it a second time. I was interested in choose a better foreground. The first spot was not completely dark and not very appropriate to compose a well-proportionate photograph. 🙂

We got up very early (me again) and walked about ten minutes to a very silence and blackness place. Maggi took pleasure in catching the night sky, and I tried to get better pictures than the ones I had taken the night before. Sadly, I wasn’t able to make progress…

Schwiizerdütschi Zämefassig

Tschüss Neuseeland, danke für die geili Ziit! Bis wiedereinisch 😉
Und bis glii, Schwiiz 🙂

Weeks 10/11

This blog post is the second last post on our journey. We’ve decided to short the last three weeks into two posts. The internet on the campsite works mostly very slow because they are very crowded at the moment.

The last ten days were very excited. We experimented many different and engaging activities. New Zealand is a variety and has a climate which allowed us to do more things outdoors than in Australia. We hiked through an incredible coast path as well as we tasted some delicious white wine at Queenstown (the Mekka for all kinds of adventure activities).

Route

Day 67: Wellington – Momorangi (Beautiful Campground at the Beach)

Day 68: Momorangi – Motueka

Day 69: Stay in Motueka (great hiking trip in most beautiful national park of New Zealand)

Day 70: Motueka – Punakaiki (free camping park space)

Day 71: Punakaiki – Franz Joseph

Day 72: Franz Joseph – Fox Glacier

Day 73: Fox Glacier – Campsite Albert Town (Wanaka)

Day 74: Campsite Albert Town – Queenstown

Day 75: Stay in Queenstown (Interlaken of New Zealand)

Day 76: Queenstown – Te Anau

special recommendations

week 10:11

Hiking in the Alban Tasman National Park

Hiking in New Zealand is much more comfortable as in Australia. The moderate climate and the safety environment (no snakes or spiders) are the most crucial factors in my point of view. Days before, we’ve met a friend who gave us some sportive tips for the southern island. She was travelling for the last weeks in this region with her bike.

During the check-in, the lady behind the desk asked for special wishes or activities for the next day. I liked this friendly service, and I already heard of a sea taxi which transports consumers to some good starting points for the great hiking trips. Of those reasons I asked for more information and promised her to come back later in the evening. I discussed the hiking trip with Maggi and then we booked the arrangement “Sand & Seals” which included two water taxi trips along the fabulous coastline and an approximately four-hour hiking trip.

We were picked up by a special shuttle bus from the campground at eight o’clock. The journey with the water taxi started at the “basecamp” by entering the watertaxi which was loaded on a tractor trailer. This big vehicle reached the shallow water slowly until the vessel began to drive in the water autonomically. The boat was quite speedy (maximum speed 40 kilometres). We came across with a special rock (split apple rock) and of course with some cute seals (almost like our cat murri).

The explanations of our guide were very amusing. An example:

“The split apple rock is called split apple rock because it looks like a split apple  – and it is a rock.”

The hiking (or more walking path) was an easygoing, mostly flat, stodgy (a lot of swiss and german tourists) but a very fantastic track. We took a lot of pleasure of it.

Lake Matheson at Dawn

The Lake Matheson is a very small lake, perhaps it’s more like a pond. Nevertheless, this lake is one of the most photographed subjects and is used by New Zealand’s tourist industry since 1940. The most beauty for us photographers is the good proportion of foreground (forest and some lake grasses) middle ground (lake with the mirror of the Southern Alps) and the background (with the high mountains including the Fox glacier and the highest peak Mount Cock).

We got up at five o’clock in the morning and reached the aiming spot at 6.15 together with a small group of Asian people with also quite expensive equipment. Unfortunately, some clouds have built up in the mountains. The sun came up, but it was hidden behind the clouds. The spent almost an hour on this spot and took some very nice pictures (also the mirrors of the bright clouds or the upgoing moon were spectacular), but I was a bit impatient at the end. Maggi could proof that. 🙂

After the “work” we rounded the lake and ate some delicious breakfast at the lake restaurant just around our parking space.

Speed Boat Experience

I think it was five or six weeks ago, I saw a translated documentary of my favorite media outlet (SRF) about New Zealand. Translated means it was originally swiss german and was turned into German because the TV station ARD bought this production.

Anyhow, in this docu, they told about speed boating and the adventure tourism in general, and I got in touch with this activity. I knew, this is something I want to try it.

We booked a ticket with an instant reply which means that we were allowed to do the speed trip twice. This trip was high-priced, and the reply was very reasonable compared with the first trip. We were driven to the starting station by a very comfortable bus. After a short briefing (no standing in the boat, no handshakes with the cliffs) the boat started to speed up the river up and down (up to 85 kilometers per hour). Sometimes our guide did some 360 turns. It was a fantastic experience, and we were both lucky to have the chance to have this adventure a second time.

Schwiizerdütschi Zämefassig

Wandere, Bootfahre, Wii und Whisky trinke – eifach cool 😉